Aktuell
Weitere Meldungen
Die EU als Wertegemeinschaft ist Schwerpunktthema – Aufruf zur Beteiligung an Europawochen in Sachsen-Anhalt (30. April bis 31. Mai 2026)
Auch in diesem Jahr steht der Mai in Sachsen-Anhalt ganz im Zeichen Europas. So sind vom 30. April bis zum 31. Mai erneut engagierte Vereine, Institutionen, Organisationen und andere Interessierte eingeladen, sich an den Europawochen zu beteiligen.
Die Europawochen bieten eine hervorragende Möglichkeit, die vielfältigen europäischen Bezüge der Arbeit der Akteurinnen und Akteure im Land öffentlich zu präsentieren und aktuelle europäische Fragen auf kreative Weise in den öffentlichen Diskurs einzubringen (Pressemitteilung).
Das übergreifende Motto der diesjährigen Europawochen lautet „Die EU als Wertegemeinschaft: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa“. Als Themen wurden unter anderem grenzüberschreitende Kooperationen (insbesondere Sachsen-Anhalt und seine europäischen Partner), Medienkompetenz sowie aktuelle EU-relevante Fragen etwa des Klimas, der Wirtschaft, der Währung und der EU-Erweiterung genannt.
Die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur Sachsen-Anhalts vergibt Zuschüsse für Projekte oder Veranstaltungen, die sich mit den gesetzten Themen beschäftigen. Das Team GOEUROPE! EJBM bei der Bildungsnetzwerk Magdeburg gGmbH unterstützt auch in diesem Jahr die Organisation und Durchführung. Fördergeld kann dort bis zum 31. März beantragt werden.
Sachsen-Anhalts Europaminister Rainer Robra hat mit einem Ankündigungsschreiben dazu eingeladen, die Europawochen aktiv mitzugestalten. „Lassen Sie uns gemeinsam ein vielfältiges und lebendiges Programm entwickeln, das Europa in all seinen Facetten hier in Sachsen-Anhalt erlebbar macht“, betonte Robra.
Termin: 30. April bis 31. Mai 2026
Ort: landesweit
Kontakt: GOEUROPE! EJBM bei der Bildungsnetzwerk Magdeburg gGmbH, Lüttgen-Ottersleben 18a, 39116 Magdeburg, Telefon: +49 391 636 01 80, E-Mail: europawochen@goeurope.eu
3. Februar 2026
5. Internationaler Neujahrsempfang 2026 der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt: 30. Jubiläum des einewelt hauses bildete einen Schwerpunkt
Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) hatte am 28. Januar 2026 zu ihrem 5. Internationale Neujahrsempfang in das einewelt haus Magdeburg eingeladen. Ein Schwerpunktthema bildete das 30-jährige Jubiläum des einewelt hauses, dessen Träger die AGSA ist.
Es steht seit nunmehr drei Jahrzehnten für gelebte Vielfalt, demokratische Kultur, internationale Verständigung und ein solidarisches Miteinander in Sachsen-Anhalt. Rund 130 Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kultur nahmen an der Veranstaltung teil, um gemeinsam den Blick auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu richten.
Die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und Landesintegrationsbeauftragte Susi Möbbeck gratulierte zum 30-jährigen Bestehen: „Ein großes Dankeschön an all die Menschen, die mit dem einewelt haus einen Ort der Solidarität erbaut haben, an dem Menschen willkommen sind. Ihr Engagement und Ihr langer Atem lässt das Haus weit über Magdeburg strahlen.“
Weitere Grußworte und Ansprachen hielten u.a. der Präsident des Landtages a.D., Dieter Steinecke, der Vorstandsvorsitzende der AGSA, Dennis Butewitz, sowie Deeban Chakravarthi Mathivanan, Vorsitzender des Magdeburg Indians e.V..
- zum ausführlichen Bericht der AGSA mit weiteren Bildern
Der Empfang war Teil des Aktionsprogramms „Eine Stadt für alle“ der Initiative Weltoffenes Magdeburg. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Sängerin Karolina Trybala. Ihre stimmungsvollen Darbietungen trugen dazu bei, den Abend zu einem besonderen Erlebnis zu machen.
Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg; Telefon: +49 391 5371 200, E-Mail: info@agsa.de
2. Februar 2026
„Ganz unten im System“: Lesung und Podiumsdiskussion mit Autor Sascha Lübbe in Quedlinburg
Am 22. Januar 2026 fand eine Veranstaltung des EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V., einer Mitgliedsorganisation der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA), in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung unter dem Titel „Ganz unten im System – Wie uns Arbeitsmigrantinnen den Wohlstand sichern“ im Dachverein Reichenstraße e.V. in Quedlinburg statt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Lesung aus dem gleichnamigen Buch des Journalisten und Autors Sascha Lübbe. In seinen Recherchen zeigt er auf, dass prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitsmigrantinnen in vielen Fällen keine Einzelfälle sind, sondern auf strukturelle Ursachen zurückgehen. Thematisiert wurden unter anderem falsche Versprechen bei der Anwerbung, Verstöße gegen arbeitsrechtliche Vorgaben, Unterbezahlung sowie fehlende soziale Absicherung.
Ein besonderer Fokus lag auf der Situation von EU-Bürgerinnen aus Osteuropa, darunter viele aus Rumänien, die im Niedriglohnsektor tätig sind und häufig am Ende komplexer Subunternehmerstrukturen stehen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden die strukturellen Rahmenbedingungen von Arbeitsmigration vertieft diskutiert. Deutlich wurde, dass die enge Verknüpfung von Arbeitsverhältnis, Wohnsituation und Aufenthaltsstatus die Meldung von Arbeitsrechtsverstößen erheblich erschwert. Zugleich wurde auf Defizite bei Kontrolle, Durchsetzung und Monitoring bestehender Arbeitnehmerrechte hingewiesen.
Die Diskussion machte zudem die wichtige Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure sichtbar. Thematisiert wurde, dass migrantische Communities zunehmend digitale Kommunikationswege nutzen, um Informationen über Arbeitsbedingungen auszutauschen und vor problematischen Beschäftigungsverhältnissen zu warnen. Daraus ergibt sich ein wachsender Bedarf an gut erreichbaren Beratungs- und Unterstützungsstrukturen sowie an verlässlicher, mehrsprachiger Information.
Diese Fragestellungen sind auch Gegenstand der Arbeit der AGSA. Die AGSA hat im Januar 2026 die Koordinierungsstelle des EUMIGRA-Netzwerkes gestartet, die sich schwerpunktmäßig mit den Anliegen von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern in Sachsen-Anhalt befasst. Im Rahmen des Netzwerkes können mehrsprachige Informationen über die Website www.eumigra.de abgerufen sowie Beratungsthemen initiiert werden.
30. Januar 2026
Inzwischen mehr als 2.000 ausländische Ärzte in Sachsen-Anhalt – wichtigster Arbeitsort sind die Krankenhäuser
Der allgemeine Anstieg der Anzahl der Medizinerinnen und Mediziner in Sachsen-Anhalt ist auch der wachsenden Gruppe der ausländischen Ärztinnen und Ärzte zu verdanken. Deren Anzahl hat die Marke von 2.000 überschritten.
Wie es in dem Bericht des MDR unter Berufung auf die Ärztekammer heißt, hatten zum Ende 2025 genau 2.035 Menschen ausländischer Nationalität in Sachsen-Anhalt eine abgeschlossene medizinische Ausbildung. Ende 2024 waren es 1.903 gewesen und Ende 2023 noch 1.833.
Insgesamt wurden landesweit 14.381 Ärztinnen und Ärzte verzeichnet. Damit liegt der Anteil ausländischer Medizinerinnen und Mediziner bei 14,2 Prozent. Laut Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung würden allerdings nach wie vor Ärztinnen und Ärzte in Sachsen-Anhalt fehlen.
Fast alle ausländischen Medizinerinnen und Mediziner sind dem Artikel zufolge auch aktiv berufstätig. Ende 2025 seien dies 1.912 Personen gewesen, auch diese Zahl steige.
Die meisten ausländischen Ärztinnen und Ärzte sind in Krankenhäusern angestellt, nur ein geringer Anteil arbeitet in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum. Als die am häufigsten vertretenen Herkunftsländer wurden Aserbaidschan, die Ukraine, Syrien, Russland und Rumänien genannt.
19. Januar 2026
Sachsen-Anhalt will mehr Migranten in Arbeit vermitteln – landesweiter Einsatz von Job-Koordinatoren geplant
In Sachsen-Anhalt sollen mehr Migranten als bisher auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden. Ein Vorbild könnte nach einem Zeitungsbericht ein Projekt für ukrainische Buchhalterinnen im Harz sein.
„Ausländische Beschäftigte sind unverzichtbar“, zitiert die „Mitteldeutsche Zeitung“ Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (Ausgabe vom 8. Januar 2026, Bezahlschranke) mit Blick auf fehlende Fachkräfte im Land. Einige Branchen seien auf Arbeitnehmer aus dem Ausland angewiesen. Zudem erleichtere der Berufseinstieg die soziale Integration.
So sollen im Laufe des Jahres landesweit 25 Job-Koordinatoren ihre Arbeit aufnehmen. Geplant sei, dass sie als Vermittler ausländische Jobsuchende und kleine Unternehmen zusammenführen sowie eine enge „Eins-zu-eins-Betreuung“. Die Menschen müssten das Gefühl haben, dass sie „hier willkommen“ sind. Vor allem kleinere Unternehmen seien von Fachkräftemangel betroffen, etwa im Baugewerbe.
Die Koordinatoren hätten bereits in Mansfeld-Südharz, Wittenberg, Halle und dem Saalekreis ihre Tätigkeit aufgenommen. Im Rest des Landes soll es in den kommenden Monaten so weit sein.
Aktuell sind den Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt etwa 18.000 Ausländer ohne Job, sie machen rund 20 Prozent aller Arbeitslosen im Bundesland aus. Laut Petra Grimm-Benne stieg zuletzt die Quote der arbeitenden Ukrainer auf 7.300 Menschen, das seien 1.900 mehr als vor einem Jahr. Mit Verweis auf die Arbeitsagentur schreibt die „Mitteldeutsche Zeitung“, dass damit rund 35 Prozent der arbeitsfähigen Ukrainer in Lohn und Brot stünden.
Ein außergewöhnliches Jobprojekt läuft der Zeitung zufolge seit Oktober 2025 im Landkreis Harz, wo das Jobcenter 16 Ukrainerinnen mit Erfahrung in Buchhaltung und Betriebswirtschaft vom Sprachkurs bis zur Vermittlung an lokale Arbeitgeber begleitet.
Das Arbeitsministerium plane zudem, im Laufe des Jahres mehr internationale Fachkräfte in die Pflege- und Gesundheitsbranche zu holen.
9. Januar 2026
Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt mit internationalem „Saphir der Wirtschaft“ geehrt
Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) ist im tschechischen Liberec mit dem „Saphir der Wirtschaft“ der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt das über drei Jahrzehnte währende Engagement der AGSA für internationale Zusammenarbeit, interkulturelle Bildung und europäische Vernetzung.
Die KEO, ein Verbund von über 30 Industrie- und Handelskammern aus Deutschland, Polen und Tschechien, verlieh der AGSA die Auszeichnung in der Kategorie „Beispielhafte grenzüberschreitende Zusammenarbeit öffentlicher Einrichtungen“. Überreicht wurde der Preis von KEO-Präsident Jaroslav Kopta im Rahmen einer internationalen Festveranstaltung (Bericht auf der AGSA-Webseite mit weiteren Bildern).
AGSA-Geschäftsführer Krzysztof Blau nahm die Auszeichnung persönlich entgegen und betonte: „Der Saphir der Wirtschaft ist für uns eine bedeutende Anerkennung und zugleich eine Ermutigung, unser Engagement für Weltoffenheit und europäische Kooperation weiter zu stärken.“
15. Dezember 2025
Großer Erfolg für die Bauhaus-Stadt: Amadeu Antonio Preis geht an das Dessau Afro Festival
Die Organisatoren des Dessau Afro Festival haben eine bedeutende Anerkennung für ihr Engagement in der Region erhalten. Die Amadeu Antonio Stiftung zeichnete das Festival mit dem ersten Platz des diesjährigen Amadeu Antonio Preises aus, der mit 3.000 Euro dotiert ist.
Die Auszeichnung wurde in Eberswalde (Bundesland Brandenburg) verliehen und rückt das Engagement von Initiativen im ländlichen Ostdeutschland in den Fokus, gerade angesichts zunehmender rechter Mobilisierung und rassistischer Diskurse (Beitrag auf dem Integrationsportal Dessau-Roßlau).
Die Amadeu Antonio Stiftung würdigte das seit 2018 bestehende Dessau Afro Festival als eine „wichtige Plattform für Austausch, Sichtbarkeit und Solidarität“. Es schaffe durch Musik, Kunst und öffentliche Aktionen einen dringend benötigten Raum für kulturelle Vielfalt und Empowerment in der Region.
Das Festival setzte sich gegen insgesamt 37 Bewerbungen durch. Die weiteren Preise gingen an das antirassistische Jugendkino Torgau Nordwest (2. Platz) und den Verein Hopesport e.V. aus Eberswalde (3. Platz).
Der Preis erinnert an den gebürtigen Angolaner Amadeu Antonio, der Ende 1990 in Eberswalde ermordet wurde. Er war eines der ersten bekannten Todesopfer rechter Gewalt seit der deutschen Wiedervereinigung.
Kontakt: Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin, Telefon: 030 240 886 10, E-Mail: info@amadeu-antonio-stiftung.de
Integrationsbüro der Stadt Dessau-Roßlau, Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: +49 340 2042901, E-Mail: integrationsbuero@dessau-rosslau.de
12. Dezember 2025
Integrationskonferenz Magdeburg 2025 hat wichtige Impulse für Zusammenarbeit gesetzt – 120 Teilnehmer im Alten Rathaus
Rund 120 Teilnehmende aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Bildung, sozialen Einrichtungen und Migrantenorganisationen sind am 28. November im Alten Rathaus zur Integrationskonferenz der Landeshauptstadt Magdeburg zusammengekommen.
Die Konferenz zog eine Zwischenbilanz zur Umsetzung des städtischen Integrationskonzepts, benannte zentrale Herausforderungen für die kommenden Jahre und setzte Impulse für die weitere Zusammenarbeit (ausführliche Pressemitteilung).
Die Konferenz bot einen Überblick über aktuelle Daten, die Umsetzung von Maßnahmen des Integrationskonzepts und die Arbeit in Gremien wie etwa dem Beirat für Integration und Migration und dem Integrationsnetzwerk der Landeshauptstadt. In einer Podiumsdiskussion mit mehreren Beigeordneten und dem Integrationsbeauftragten der Landeshauptstadt wurden zentrale Herausforderungen und Perspektiven der lokalen Integrationspolitik diskutiert.
Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmenden in Workshops zu relevanten Themenfeldern. An der Konferenz war auch das IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. beteiligt. So gestalteten IKOE-Projektmitarbeiterinnen den Input zum Workshop „Gesellschaftliche Vielfalt als Chance für eine moderne Verwaltung“ (Kurzbericht auf der IKOE-Seite).
Vier Beigeordnete der Landeshauptstadt stellten sich an diesem Tag gemeinsam der Diskussion – ein Zeichen für den hohen Stellenwert der Integrationspolitik, wie es hieß. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion standen aktuelle Herausforderungen, geplante Vorhaben und Zukunftswünsche für die Stadtentwicklung.
Die Ergebnisse sollen in die weitere Arbeit der städtischen Gremien einfließen und sind Grundlage für die nächsten Schritte bei der Umsetzung des durch den Stadtrat beschlossenen Integrationskonzepts. Die Stadtverwaltung setzt weiterhin auf starke Netzwerke, verlässliche Zusammenarbeit und die Stärkung integrativer Strukturen.
4. Dezember 2025
Freiwilligendienste als Brückenbauer: Landeskonferenz in Halle zeigt Chancen für Integration und Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte
Bei der landesweiten Fachtagung „Freiwilligendienste als Brückenbauer für Vielfalt und Teilhabe“ am 18. November in Halle (Saale) wurde eindrucksvoll sichtbar, wie sehr Menschen mit Migrationsgeschichte Freiwilligendienste in Sachsen-Anhalt bereichern. Anlass der Konferenz war das zehnjährige Bestehen der Servicestelle „Freiwilligendienste – Integriert in Sachsen-Anhalt“.
Es trafen sich zahlreiche Partner, Wegbegleiter, Träger, Einsatzstellen, Freiwillige sowie Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung, um gemeinsam auf die vergangene Entwicklung zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln (Pressemitteilung/Bilder). Sie erlebten in den Franckeschen Stiftungen ein Programm aus Rückblicken, fachlichem Austausch und persönlichen Erfahrungsberichten.
In einem Grußwort würdigte Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, das langjährige Engagement der Servicestelle, die seit 2015 die Ansprache und Einbindung von Menschen mit Migrationsgeschichte in Freiwilligendiensten fördert. „Die Servicestelle ,Freiwilligendienste – Integriert in Sachsen-Anhalt' leistet seit zehn Jahren einen enormen Beitrag, um Menschen mit Migrationsgeschichte den Zugang zu Freiwilligendiensten zu erleichtern. Freiwilligendienste eröffnen dabei Chancen zur Teilhabe und zur Integration. Auf der heutigen Tagung bündeln wir unsere Kräfte, um diese Chancen zu erkennen und konsequent zu nutzen“, sagte Möbbeck.
Die Fachtagung bot in acht Themeninseln Raum für intensive Diskussionen zu aktuellen Fragen der Integration, Bildung und dem gesellschaftlichen Mehrwert von Freiwilligendiensten. Im Fokus standen dabei Strategien zur Stärkung des Zusammenhalts, die Sichtbarkeit von Freiwilligen mit Migrationsgeschichte sowie der Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. Zudem diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Trägern, Zivilgesellschaft und Freiwilligendiensten in einer Fishbowl-Diskussion über Chancen, Herausforderungen und die Zukunft von Freiwilligendiensten als Brückenbauer für Vielfalt und Teilhabe. Schnell wurde deutlich: Freiwilligendienste schaffen verbindende Erlebnisse unabhängig von Herkunft oder Lebensweg.
Die Tagung war eine gemeinsame Veranstaltung der Freiwilligen-Agentur Halle (Saale), der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt. Sie fand in Kooperation mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt sowie dem Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (LAMSA) und den Franckeschen Stiftungen statt.
24. November 2025
Gremien-Sitzung „Weißenfelser Weg“ mit konstruktiver Zwischenstandserhebung für die Integrationsakteure vor Ort
Traditionell fungieren die Gremien-Sitzungen im Rahmen des Modellprojekts „Weißenfelser Weg“ als ein Instrument der interkommunalen Zusammenarbeit und der Mehrebenenvernetzung zwischen der Stadt Weißenfels und dem Burgenlandkreis.
Nicht vielen Kommunen steht ein solches wertvolles Instrumentarium zur Verfügung und „es ist keine Selbstverständlichkeit“, wie Dr. Carolin Kiehl als Leiterin des Amts für Sozialraumentwicklung hervorhob. In Weißenfels ist dieses Modellverfahren nicht nur auf den Weg gebracht, sondern schrittweise weiterentwickelt worden. Das zeigte die Gremiensitzung vor Kurzem im Weißenfelser Rathaus deutlich.
Gegenstand des Austauschs zum Zwischenstand zur Umsetzung der Anfang 2025 definierten Handlungsansätze im Rathaus Weißenfels waren Erfahrungsaustausche und strategische Verständigungen zu Präventionsstrategien bei akuten Problemsituationen. Die Leitfrage von OB Martin Papke definierte das Kernanliegen: „Wie können Verwaltungen gut gestaltet und durchgestaltet werden und wie lassen sich Störungssituation gemeinsam gut bewältigen.“
Neben dem kollektiven Abgleich zum Stand der Lösungsansätze zu Vorhaben im Rahmen des Weißenfelser Wegs stand die gemeinsame Reflexion zum Thema „Kornwestheimer Ring“ im Zentrum des Austauschs. Die vor Ort tätigen migrantischen Beratungsstellen stellten ihre Arbeitsprofile vor. Moderiert wurde die Gremien-Sitzung von Dr. Katja Michalak (AGSA), die auch einen Impulsbeitrag zur Netzwerkanalyse in ebenenübergreifenden Migrationsstrukturen gab.
Das Integrationsportal der AGSA wird über den weiteren Fortgang der Entwicklung des Weißenfelser Wegs berichten und dazugehörige Veranstaltungen soweit möglich redaktionell begleiten.
18. November 2025
„Tafel der Begegnung“ in Dessau-Roßlau: Rund 300 Menschen erlebten Gemeinschaft, Austausch und Kultur
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr fand Ende September 2025 in Dessau-Roßlau eine „Tafel der Begegnung“ statt. Zwischen 250 und 300 Menschen nutzten die Gelegenheit, einen Nachmittag voller Gemeinschaft, Austausch und Kultur zu erleben.
Nachdem die Veranstaltung vor dem Sloboda-Geschäft zuvor wetterbedingt verschoben werden musste, war die Freude groß, dass diesmal alles passte und der Aufwand sich gelohnt hatte (Pressemitteilung). Es wurde gemeinsam gegessen, gelacht und musiziert. Auch die vielfältigen Kinderangebote und Mitmachaktionen im Bereich Kunst fanden großen Zuspruch.
Das zentrale Ziel der „Tafeln der Begegnung“ wurde laut Mitteilung erreicht, nämlich Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und neue Kontakte zu ermöglichen. Von vielen Gästen sei besonders die offene und einladende Atmosphäre, die Begegnungen zwischen Nachbarinnen und Nachbarn, Engagierten, Zugezogenen und Interessierten erleichterte, betont worden.
Viele hätten sich für die gelungene Organisation bedankt. Das ehrenamtliche Engagement der beteiligten Vereine und Initiativen habe diesen Tag erst möglich gemacht und trage dazu bei, das Bild eines lebendigen, vielfältigen Dessau-Roßlau sichtbar zu machen. Zu den Organisatoren gehörte außerdem das Integrationsbüro der Stadt Dessau-Roßlau.
Ein Dank galt außerdem der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt e.V., die mit dem Engagementfonds Sachsen-Anhalts die „Tafel“ finanziell unterstützte. Das besondere Begegnungsformat soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden.
Kontakt: integrationsbuero@dessau-rosslau.de
7. Oktober 2025

