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Großer Erfolg für die Bauhaus-Stadt: Amadeu Antonio Preis geht an das Dessau Afro Festival

Die Organisatoren des Dessau Afro Festival haben eine bedeutende Anerkennung für ihr Engagement in der Region erhalten. Die Amadeu Antonio Stiftung zeichnete das Festival mit dem ersten Platz des diesjährigen Amadeu Antonio Preises aus, der mit 3.000 Euro dotiert ist.

Die Auszeichnung wurde in Eberswalde (Bundesland Brandenburg) verliehen und rückt das Engagement von Initiativen im ländlichen Ostdeutschland in den Fokus, gerade angesichts zunehmender rechter Mobilisierung und rassistischer Diskurse (Beitrag auf dem Integrationsportal Dessau-Roßlau).

Die Amadeu Antonio Stiftung würdigte das seit 2018 bestehende Dessau Afro Festival als eine „wichtige Plattform für Austausch, Sichtbarkeit und Solidarität“. Es schaffe durch Musik, Kunst und öffentliche Aktionen einen dringend benötigten Raum für kulturelle Vielfalt und Empowerment in der Region.

Das Festival setzte sich gegen insgesamt 37 Bewerbungen durch. Die weiteren Preise gingen an das antirassistische Jugendkino Torgau Nordwest (2. Platz) und den Verein Hopesport e.V. aus Eberswalde (3. Platz).

Der Preis erinnert an den gebürtigen Angolaner Amadeu Antonio, der Ende 1990 in Eberswalde ermordet wurde. Er war eines der ersten bekannten Todesopfer rechter Gewalt seit der deutschen Wiedervereinigung.

Kontakt: Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin, Telefon: 030 240 886 10, E-Mail: info@amadeu-antonio-stiftung.de
Integrationsbüro der Stadt Dessau-Roßlau, Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: +49 340 2042901, E-Mail: integrationsbuero@dessau-rosslau.de

12. Dezember 2025

Integrationskonferenz Magdeburg 2025 hat wichtige Impulse für Zusammenarbeit gesetzt – 120 Teilnehmer im Alten Rathaus

Rund 120 Teilnehmende aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Bildung, sozialen Einrichtungen und Migrantenorganisationen sind am 28. November im Alten Rathaus zur Integrationskonferenz der Landeshauptstadt Magdeburg zusammengekommen.

Die Konferenz zog eine Zwischenbilanz zur Umsetzung des städtischen Integrationskonzepts, benannte zentrale Herausforderungen für die kommenden Jahre und setzte Impulse für die weitere Zusammenarbeit (ausführliche Pressemitteilung).

Die Konferenz bot einen Überblick über aktuelle Daten, die Umsetzung von Maßnahmen des Integrationskonzepts und die Arbeit in Gremien wie etwa dem Beirat für Integration und Migration und dem Integrationsnetzwerk der Landeshauptstadt. In einer Podiumsdiskussion mit mehreren Beigeordneten und dem Integrationsbeauftragten der Landeshauptstadt wurden zentrale Herausforderungen und Perspektiven der lokalen Integrationspolitik diskutiert.

Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmenden in Workshops zu relevanten Themenfeldern. An der Konferenz war auch das IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. beteiligt. So gestalteten IKOE-Projektmitarbeiterinnen den Input zum Workshop „Gesellschaftliche Vielfalt als Chance für eine moderne Verwaltung“ (Kurzbericht auf der IKOE-Seite).

Vier Beigeordnete der Landeshauptstadt stellten sich an diesem Tag gemeinsam der Diskussion – ein Zeichen für den hohen Stellenwert der Integrationspolitik, wie es hieß. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion standen aktuelle Herausforderungen, geplante Vorhaben und Zukunftswünsche für die Stadtentwicklung.

Die Ergebnisse sollen in die weitere Arbeit der städtischen Gremien einfließen und sind Grundlage für die nächsten Schritte bei der Umsetzung des durch den Stadtrat beschlossenen Integrationskonzepts. Die Stadtverwaltung setzt weiterhin auf starke Netzwerke, verlässliche Zusammenarbeit und die Stärkung integrativer Strukturen.

4. Dezember 2025

Freiwilligendienste als Brückenbauer: Landeskonferenz in Halle zeigt Chancen für Integration und Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte

Bei der landesweiten Fachtagung „Freiwilligendienste als Brückenbauer für Vielfalt und Teilhabe“ am 18. November in Halle (Saale) wurde eindrucksvoll sichtbar, wie sehr Menschen mit Migrationsgeschichte Freiwilligendienste in Sachsen-Anhalt bereichern. Anlass der Konferenz war das zehnjährige Bestehen der Servicestelle „Freiwilligendienste – Integriert in Sachsen-Anhalt“.

Es trafen sich zahlreiche Partner, Wegbegleiter, Träger, Einsatzstellen, Freiwillige sowie Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung, um gemeinsam auf die vergangene Entwicklung zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln (Pressemitteilung/Bilder). Sie erlebten in den Franckeschen Stiftungen ein Programm aus Rückblicken, fachlichem Austausch und persönlichen Erfahrungsberichten.

In einem Grußwort würdigte Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, das langjährige Engagement der Servicestelle, die seit 2015 die Ansprache und Einbindung von Menschen mit Migrationsgeschichte in Freiwilligendiensten fördert. „Die Servicestelle ,Freiwilligendienste – Integriert in Sachsen-Anhalt' leistet seit zehn Jahren einen enormen Beitrag, um Menschen mit Migrationsgeschichte den Zugang zu Freiwilligendiensten zu erleichtern. Freiwilligendienste eröffnen dabei Chancen zur Teilhabe und zur Integration. Auf der heutigen Tagung bündeln wir unsere Kräfte, um diese Chancen zu erkennen und konsequent zu nutzen“, sagte Möbbeck.

Die Fachtagung bot in acht Themeninseln Raum für intensive Diskussionen zu aktuellen Fragen der Integration, Bildung und dem gesellschaftlichen Mehrwert von Freiwilligendiensten. Im Fokus standen dabei Strategien zur Stärkung des Zusammenhalts, die Sichtbarkeit von Freiwilligen mit Migrationsgeschichte sowie der Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. Zudem diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Trägern, Zivilgesellschaft und Freiwilligendiensten in einer Fishbowl-Diskussion über Chancen, Herausforderungen und die Zukunft von Freiwilligendiensten als Brückenbauer für Vielfalt und Teilhabe. Schnell wurde deutlich: Freiwilligendienste schaffen verbindende Erlebnisse unabhängig von Herkunft oder Lebensweg.

Die Tagung war eine gemeinsame Veranstaltung der Freiwilligen-Agentur Halle (Saale), der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt. Sie fand in Kooperation mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt sowie dem Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (LAMSA) und den Franckeschen Stiftungen statt.

24. November 2025

Gremien-Sitzung „Weißenfelser Weg“ mit konstruktiver Zwischenstandserhebung für die Integrationsakteure vor Ort

Traditionell fungieren die Gremien-Sitzungen im Rahmen des Modellprojekts „Weißenfelser Weg“ als ein Instrument der interkommunalen Zusammenarbeit und der Mehrebenenvernetzung zwischen der Stadt Weißenfels und dem Burgenlandkreis. 

Nicht vielen Kommunen steht ein solches wertvolles Instrumentarium zur Verfügung und „es ist keine Selbstverständlichkeit“, wie Dr. Carolin Kiehl als Leiterin des Amts für Sozialraumentwicklung hervorhob. In Weißenfels ist dieses Modellverfahren nicht nur auf den Weg gebracht, sondern schrittweise weiterentwickelt worden. Das zeigte die Gremiensitzung vor Kurzem im Weißenfelser Rathaus deutlich.

Gegenstand des Austauschs zum Zwischenstand zur Umsetzung der Anfang 2025 definierten Handlungsansätze im Rathaus Weißenfels waren Erfahrungsaustausche und strategische Verständigungen zu Präventionsstrategien bei akuten Problemsituationen. Die Leitfrage von OB Martin Papke definierte das Kernanliegen: „Wie können Verwaltungen gut gestaltet und durchgestaltet werden und wie lassen sich Störungssituation gemeinsam gut bewältigen.“

Neben dem kollektiven Abgleich zum Stand der Lösungsansätze zu Vorhaben im Rahmen des Weißenfelser Wegs stand die gemeinsame Reflexion zum Thema „Kornwestheimer Ring“ im Zentrum des Austauschs. Die vor Ort tätigen migrantischen Beratungsstellen stellten ihre Arbeitsprofile vor. Moderiert wurde die Gremien-Sitzung von Dr. Katja Michalak (AGSA), die auch einen Impulsbeitrag zur Netzwerkanalyse in ebenenübergreifenden Migrationsstrukturen gab.

Das Integrationsportal der AGSA wird über den weiteren Fortgang der Entwicklung des Weißenfelser Wegs berichten und dazugehörige Veranstaltungen soweit möglich redaktionell begleiten.

18. November 2025

„Tafel der Begegnung“ in Dessau-Roßlau: Rund 300 Menschen erlebten Gemeinschaft, Austausch und Kultur

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr fand Ende September 2025 in Dessau-Roßlau eine „Tafel der Begegnung“ statt. Zwischen 250 und 300 Menschen nutzten die Gelegenheit, einen Nachmittag voller Gemeinschaft, Austausch und Kultur zu erleben.

Nachdem die Veranstaltung vor dem Sloboda-Geschäft zuvor wetterbedingt verschoben werden musste, war die Freude groß, dass diesmal alles passte und der Aufwand sich gelohnt hatte (Pressemitteilung). Es wurde gemeinsam gegessen, gelacht und musiziert. Auch die vielfältigen Kinderangebote und Mitmachaktionen im Bereich Kunst fanden großen Zuspruch.

Das zentrale Ziel der „Tafeln der Begegnung“ wurde laut Mitteilung erreicht, nämlich Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und neue Kontakte zu ermöglichen. Von vielen Gästen sei besonders die offene und einladende Atmosphäre, die Begegnungen zwischen Nachbarinnen und Nachbarn, Engagierten, Zugezogenen und Interessierten erleichterte, betont worden.

Viele hätten sich für die gelungene Organisation bedankt. Das ehrenamtliche Engagement der beteiligten Vereine und Initiativen habe diesen Tag erst möglich gemacht und trage dazu bei, das Bild eines lebendigen, vielfältigen Dessau-Roßlau sichtbar zu machen. Zu den Organisatoren gehörte außerdem das Integrationsbüro der Stadt Dessau-Roßlau.

Ein Dank galt außerdem der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt e.V., die mit dem Engagementfonds Sachsen-Anhalts die „Tafel“ finanziell unterstützte. Das besondere Begegnungsformat soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Kontakt: integrationsbuero@dessau-rosslau.de

7. Oktober 2025