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Beispiel gelungener Integration und Mosaikstein gegen Fachkräftemangel: Mit viel Engagement zum Arbeitsvertrag im Traumberuf

Ein junger Mann aus Afghanistan hat es mit großer Unterstützung zu einem Schulabschluss, einem Gesellenbrief und einer Arbeitsstelle in Teutschenthal bei Halle geschafft. Die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) beschreibt in einem Bericht ein Beispiel gelungener Integration.

Es seien alle überglücklich: Nicole Urbich, Geschäftsführerin der BBH Baumaschinen- und Baubedarfshandels GmbH aus Teutschenthal bei Halle (Landkreis Saalekreis), Ausbilder Devid Hahn und Abdullah Momeni, der ganz frisch seinen Gesellenbrief in der Tasche hat. Der 29-Jährige aus Afghanistan habe lange vergeblich nach einer Ausbildungsstelle gesucht und nun seinen Traumjob gefunden, heißt es in einem Beitrag der MZ (Bezahlschranke; online vom 10. März 2026, Druckausgabe Seite 15 am 12. März).

Zunächst habe niemand dem jungen Afghanen eine Ausbildungsstelle anbieten können, weil er keinen Schulabschluss hatte und schon damals durch Prüfungen für einen Hauptschulabschluss gefallen war. In seiner Heimat habe er nur drei Jahre Schulausbildung gehabt.

„Ich habe an einer Abendschule dann den Hauptschul- und den Realschulabschluss nachholen können“, zitiert die MZ Abdullah Momeni. Im Jahr 2021 suchte der Teutschenthaler Baumaschinenverleih BBH einen Auszubildenden. Das Unternehmen habe ihn bei einer Ausbildungsmesse kennengelernt. Geschäftsführerin Urbich sei von Anfang an von ihm überzeugt gewesen. Es habe rund zehn Bewerber gegeben, aber Abdullah sei der einzige gewesen, der Fragen gestellt habe und zudem das beste Zeugnis mit einer Zwei in Mathe vorweisen konnte.

Den Ausbildungsvertrag zum Land- und Baumaschinen-Mechatroniker – genau das, was er wollte, nämlich einen handwerklichen Beruf – hatte Abdullah Momeni laut Bericht noch 2021 in der Tasche. „Er war immer motiviert“, sagt sein Ausbilder. Das Praktische habe er schnell und leicht gelernt, aber das Schulische sei ihm schwergefallen. Doch mit viel Nachhilfe, vor allem auch bei Fachbegriffen und in der Ausdrucksfähigkeit, habe ihm das ganze 23-köpfige Team bei BBH zur Seite gestanden.

„Wir sind froh, dass Abdullah auch bei uns in der Firma bleiben wollte“, äußerte Nicole Urbich in dem Artikel. Eine Festanstellung für den jungen Familienvater sei selbstverständlich gewesen. Es wäre für das Unternehmen wäre es auch schwer gewesen, angesichts des Fachkräftemangels einen Fachmann in diesem Bereich zu finden. Der Fachkräftemangel beschäftige das Unternehmen auch in einem anderen Bereich: Ein Elektriker für den Kranbereich werde dringend gesucht. Es sei fast unmöglich, jemanden zu finden. Deswegen sei man bei BBH umso erfreuter über die Erfolgsgeschichte von Abdullah Momeni.