„Ausländische Beschäftigte sind unverzichtbar“, zitiert die „Mitteldeutsche Zeitung“ Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (Ausgabe vom 8. Januar 2026, Bezahlschranke) mit Blick auf fehlende Fachkräfte im Land. Einige Branchen seien auf Arbeitnehmer aus dem Ausland angewiesen. Zudem erleichtere der Berufseinstieg die soziale Integration.
So sollen im Laufe des Jahres landesweit 25 Job-Koordinatoren ihre Arbeit aufnehmen. Geplant sei, dass sie als Vermittler ausländische Jobsuchende und kleine Unternehmen zusammenführen sowie eine enge „Eins-zu-eins-Betreuung“. Die Menschen müssten das Gefühl haben, dass sie „hier willkommen“ sind. Vor allem kleinere Unternehmen seien von Fachkräftemangel betroffen, etwa im Baugewerbe.
Die Koordinatoren hätten bereits in Mansfeld-Südharz, Wittenberg, Halle und dem Saalekreis ihre Tätigkeit aufgenommen. Im Rest des Landes soll es in den kommenden Monaten so weit sein.
Aktuell sind den Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt etwa 18.000 Ausländer ohne Job, sie machen rund 20 Prozent aller Arbeitslosen im Bundesland aus. Laut Petra Grimm-Benne stieg zuletzt die Quote der arbeitenden Ukrainer auf 7.300 Menschen, das seien 1.900 mehr als vor einem Jahr. Mit Verweis auf die Arbeitsagentur schreibt die „Mitteldeutsche Zeitung“, dass damit rund 35 Prozent der arbeitsfähigen Ukrainer in Lohn und Brot stünden.
Ein außergewöhnliches Jobprojekt läuft der Zeitung zufolge seit Oktober 2025 im Landkreis Harz, wo das Jobcenter 16 Ukrainerinnen mit Erfahrung in Buchhaltung und Betriebswirtschaft vom Sprachkurs bis zur Vermittlung an lokale Arbeitgeber begleitet.
Das Arbeitsministerium plane zudem, im Laufe des Jahres mehr internationale Fachkräfte in die Pflege- und Gesundheitsbranche zu holen.





