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Einbürgerungsfeier im Landkreis Wittenberg mit Übergabe der Urkunden: 49 Frauen, Männer und Kinder wurden neue deutsche Staatsbürger

Bei einer Feierstunde zur Einbürgerung hat der Landkreis Wittenberg insgesamt 49 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen. Den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern überreichte Landrat Christian Tylsch ihre Einbürgerungsurkunden und Blumen. Zu den Eingebürgerten gehörten auch Kinder und Jugendliche, die hier aufwachsen und zur Schule gehen.

Die neuen Staatsbürger stammen aus verschiedenen Ländern, darunter sind Syrien, die Ukraine, Russland, Vietnam, Polen, die Türkei, der Kosovo, Guinea, Venezuela sowie Bosnien und Herzegowina (Pressemitteilung). Einige seien als Geflüchtete oder im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland gekommen, andere für ein Studium, eine Ausbildung oder aus beruflichen und familiären Gründen.

Die Eingebürgerten arbeiten den Angaben zufolge heute unter anderem im Gesundheits- und Pflegebereich, im Bildungswesen, in Handwerk und Produktion, im kaufmännischen Bereich, in der Gastronomie, im Verkehr sowie in Wirtschaft und Finanzwesen. Mehrere befinden sich noch in Ausbildung oder Studium.

Laut Mitteilung erinnerte Landrat Christian Tylsch in seiner Ansprache bei der Feier am 16. September daran, dass mit der deutschen Staatsangehörigkeit nicht nur Rechte, sondern auch Verantwortung verbunden seien. Er ermutigte die neuen Staatsbürger, ihre demokratischen Rechte zu nutzen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

Im Landkreis Wittenberg wurden in den vergangenen zehn Jahren zusammen mehr als 500 Personen Menschen eingebürgert. Zum Thema Einbürgerung gibt es auch eine Podcastfolge „Vom Antrag bis zum deutschen Pass“ des Landkreises.

In Sachsen-Anhalt erhielten im Jahr 2025 insgesamt 2.915 ausländische Personen durch Einbürgerung die deutsche Staatsbürgerschaft. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren davon 1.564 männlich (53,7 Prozent) und 1.351 weiblich (46,3 Prozent). Die Einbürgerungszahl stieg im Vergleich zum Jahr davor um 3,6 Prozent. An der Spitze der am häufigsten Eingebürgerten hierzulande standen im vergangenen Jahr dem Statistischen Landesamt zufolge zum sechsten Mal Personen aus Syrien. Es seien 2025 Personen mit 106 verschiedenen Staatsangehörigkeiten eingebürgert worden.

Über Voraussetzungen einer Einbürgerung und das Verfahren gibt diese Landesseite Auskunft.