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Betriebe im Harz integrieren ausländische Mitarbeiter: Überall breite Unterstützung sowie Deutschpflicht in einem Hotel

Laut einem Artikel der „Volksstimme“ beschäftigt jedes fünfte Unternehmen im Landkreis Harz internationale Arbeitskräfte; insgesamt 4.200 Mitarbeiter in verschiedenen Branchen verfügen demnach über einen ausländischen Pass. Anhand von Beispielen wird über deren erfolgreiche Integration und den Arbeitsalltag berichtet.

Ausländische Mitarbeiter seien in vielen Harzer Firmen in der Gastronomie, im Gesundheitsbereich, in der Logistikbranche und im produzierenden Gewerbe tätig, heißt es in dem „Volksstimme“-Beitrag (Bezahlschranke; online am 6. August 2026).

Beim Automobilzulieferer KSM Castings in Wernigerode würden Ausländer die Abarbeitung von Auftragsspitzen ermöglichen. Die Kollegen kämen aus Rumänien, Ungarn, Russland, der Türkei und Eritrea, wie der Standort-Personalchef Karsten Erdmann der „Volksstimme“ sagte. Das Unternehmen müsse schnell reagieren, weshalb für die Überwindung der Sprachbarrieren auch schon mal Übersetzungs-Apps zum Einsatz kämen.

„Für die Einarbeitungsphase der Kollegen haben wir auch Dolmetscher bereitgestellt“, sagte Erdmann. Wesentlich sei die Arbeitseinstellung, nicht die Herkunft. Mitarbeiter zu finden, sei schwieriger geworden. Deshalb setze er weiterhin auch auf ausländische Bewerber, auch wenn es mehr Aufwand bedeute, weil etwa die Arbeitssicherheitsunterweisungen und Tests übersetzt werden müssten. Wer diesen Test nicht bestehe, dürfe das Werk gar nicht erst betreten. Viele Kollegen hätten sich „inzwischen super integriert“.

Im Harzer Kultur- und Kongresshotel (HKK) in Wernigerode arbeiten Menschen aus Vietnam, der Ukraine, Kasachstan, Schweden und dem Iran. Ohne diese Kollegen würde es nicht mehr funktionieren, hieß es. Das Haus setze schon länger auf eine Kooperation mit Vietnam, man nehme Geld in die Hand für die erforderlichen vorbereitenden Sprachkurse, zitiert die Zeitung Hoteldirektor Björn Rosenberg. „Und wir haben eine Deutschlehrerin eingestellt, die einmal in der Woche die jungen Leute unterrichtet. Wir gehen da mit sehr sehr viel Manpower rein, aber es lohnt sich.“ Und es gebe eine strikte Anweisung, dass im Haus nur deutsch gesprochen wird, auch untereinander. So gehe es schneller mit dem Deutschlernen.

Auf gezielte Unterstützung bei der Sprache setzt dem Bericht zufolge auch die Ameos-Gruppe. Wie Carina Krammer, Direktorin des Ameos-Klinikums Halberstadt sagte, gebe es zum Beispiel Vorbereitungskurse für die nötigen Fachsprach- und Kenntnisprüfungen. Zudem unterstützten Personalmanagement und Führungskräfte die ausländischen Mitarbeitenden auch bei organisatorischen Fragen, so etwa bei der Wohnungssuche, Behördengängen oder dem Ausfüllen von Anträgen.

Internationale Fachkräfte würden ein hohes Maß an Motivation sowie vielfältige fachliche und kulturelle Erfahrungen mitbringen und die Teams nachhaltig bereichern. Gleichzeitig erlebe Carina Krammer in Halberstadt eine große Offenheit seitens der bestehenden Belegschaft, wodurch die Integration neuer Kollegen gut gelinge. Auch würden regelmäßig interkulturelle Themen besprochen, was allen helfe.