Mit der Einführung der KI-gestützten Übersetzungslösung e*loquentia treibe die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Haldensleben die Modernisierung konsequent voran, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises vom 4. November 2026. Als Region mit starkem Transitverkehr sei der Landkreis Börde regelmäßig mit Notrufen von Menschen konfrontiert, die kein oder nur wenig Deutsch sprechen. Sprachbarrieren könnten zu Verzögerungen, Missverständnissen oder unvollständigen Lagebildern führen mit potenziell kritischen Auswirkungen auf die Einsatzkoordination.
Mit e*loquentia stehe der Leitstelle nun ein speziell für den Einsatz im Notruf entwickeltes System zur Verfügung, das die Sprache des Anrufers direkt erkennt, verarbeitet und übersetzt, hieß es weiter. Im Einsatz unterstütze das System die Disponenten direkt im Gespräch: Gesprochene Inhalte würden automatisch in Text umgewandelt und auf Deutsch dargestellt. Antworten könnten flexibel als Freitext formuliert oder über hinterlegte Textbausteine erstellt und unmittelbar in die Sprache des Anrufers übersetzt werden.
Die inhaltliche Beurteilung und alle Entscheidungen lägen dabei stets beim Disponenten. Die KI unterstütze ihn durch automatische Spracherkennung und Übersetzung.
Im Unterschied zu frei verfügbaren Übersetzungstools erfülle e*loquentia dabei höchste Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit.
Mit dem Einsatz von e*loquentia werde ein zentrales Ziel erreicht: Jeder Mensch im Landkreis Börde könne im Notfall unabhängig von seinen Sprachkenntnissen Hilfe erhalten. Betroffene könnten in der Sprache sprechen, in der sie sich sicher fühlen.
Kontakt: Landkreis Börde, Pressestelle, Bornsche Straße 2, 39340 Haldensleben, Telefon: +49 3904 7240-1214, E-Mail: presse@landkreis-boerde.de
